• Projekt

Forschungsgebäude R5 am Campus Süd der Universität Bielefeld

Gebäudefront eingerahmt von Bäumen
© Telluride Architektur | Bild: PLAY-TIME
© Telluride Architektur | Bild: PLAY-TIME
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  • Auftraggeber: Universität Bielefeld
  • Ort: Bielefeld
  • Größe: 11.800 m²
  • Markt: Bildung, Forschung
  • Leistung: Architektur

Im Neubau R5 am Campus Süd der Universität Bielefeld werden die nächsten Generationen von Mediziner:innen ausgebildet. In innovativen Skill Labs trainieren sie mit Proband:innen alltägliche medizinische Herausforderungen. Ergänzt wird die praxisnahe Ausbildung durch traditionelle Praktikums- und Labortätigkeit.

Wir gestalten den Neubau als Vermittler zwischen der Urbanität des lebendigen, kommunikativen Campus und der natürlichen Umgebung des Teutoburger Walds.

„Wie eine Membran zwischen Campus und Natur“

Das Institutsgebäude bietet eine klare Grundrissstruktur, die einfache Orientierung ermöglicht. Das Foyer bildet mit Café, Restaurant und einem Seminarraum für offene Veranstaltungen die Schnittstelle zur Öffentlichkeit. Im ersten Obergeschoss befinden sich die Skill Labs, im zweiten Geschoss große S1-Laborbereiche und Büroräume. Im 3. Obergeschoss sind die Praktikumsräume der medizinischen Fakultät sowie die Räume des Masterpraktikums der Biologie und Chemie verortet. Die oberste Ebene ist mit weiteren Seminarräumen belegt.

Das im Hang sitzende Gebäude zieht sich mit seiner begrünten Südfassade bis an den Teutoburger Wald heran. Durch die Verwendung von graugrüner Keramik für die Fassade im Erdgeschoss schaffen wir eine Verbindung mit der Umgebung. Das mineralische Material lässt das R5 harmonisch in das angrenzende Erdreich übergehen. Im Inneren nutzen wir „Fjordgrün“ als Leitfarbe. Sie begleitet als Zitat der umgebenden Natur die Wände, Decken und Böden durch den Eingangsbereich bis hinein ins Treppenhaus. In den Aufzugsbereichen dient das Grün als Orientierungshilfe.

Die neue städtebauliche Achse führt zwischen dem Hörsaal- und dem Experimentalphysikgebäude von der Campusmitte aus zum Eingang des Neubaus R5 im Süden. Durch die Hanglage des Neubaus überragt er die umliegende Bebauung. Die Verringerung der Geschosszahl auf vier Vollgeschosse erzeugt eine gelungene Staffelung der südlichen Bebauung auf dem Campus.

Wir werden mit diesem Projekt unserem hohen Anspruch an eine nachhaltige Bauweise gerecht. Fassadenelemente aus Keramik werden in Modulen vorproduziert, sind langlebig, wartungsarm und im Gegensatz zu Mehrkomponentenfassaden recyclebar. Die Verwendung von Recyclingbeton reduziert zudem den CO2– Fußabdruck. Neben der extensiven Begrünung erhält das Dach eine aufgesetzte Photovoltaikanlage.

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