Chemie und Chemische Biologie Dortmund

In direkter Nachbarschaft zu den naturwissenschaftlichen Instituten der TU Dortmund wächst ein neues Zentrum für Forschung und Lehre, das Chemie und Chemische Biologie räumlich und funktional vernetzt. Der BLB NRW realisiert als Bauherr:in das Gebäude FWW 3 (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 3) – ein Projekt, das Flexibilität und Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Ein neuer Ort entsteht, an dem unter anderem supramolekulare Strukturen erforscht werden. Die molekularen Geometrien ermöglichen die lichtgespeiste Ladungstrennung und ebnen damit den Weg zu künstlicher Photosynthese und solaren Brennstoffen.

Wo molekulare Nanoarchitektur auf gebaute Architektur trifft.

Der Neubau greift die Kubatur der Bestandsbauten entlang der Otto-Hahn-Straße auf und formuliert mit einer prägnanten Sockelzone ein verbindendes Element im heterogenen Campusgefüge. Die funktionale Gliederung spiegelt sich in der Architektursprache wider: Im massiven Sockel sind die belebten, kommunikativen Funktionen wie Hörsäle, Seminarräume und Cafeteria verortet – Orte der Begegnung und des lebendigen Austauschs. Die zurückgesetzten Obergeschosse beherbergen die ruhigen Laborbereiche, die präzises, konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Die innere Struktur ist konsequent flexibel und auf zukünftige Entwicklungen in Forschung und Lehre ausgelegt – die Ausführung wird in Richtung Modulbau offengehalten, um maximale Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten.

Offenheit und Transparenz fördern den interdisziplinären Austausch, während differenzierte Rückzugsorte konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Lehrflächen und Labore im Erdgeschoss werden durch ein vielseitig nutzbares Foyer, Cafeteria und flexibel zonierbare studentische Arbeitsbereiche ergänzt. Gestalterisch schlägt das Gebäude eine Brücke zur Industriegeschichte des Ruhrgebiets: Klinker als geerdete Basis trifft auf einen aufstrebenden Stahlbau. So wird das Gebäude zu einer Neuinterpretation vom Förderturm der Kohle hin zum ‚Förderturm‘ des Wissens. Ziegel, Sichtbeton und Holz prägen Atmosphäre und Materialität, warme Rot- und Brauntöne ziehen sich von Signaletik bis ins Interior. Die oberen Geschosse stehen mit Transparenz, Leichtigkeit und modularer Struktur für Zukunftsfähigkeit und Wandel – ein starker Impuls für den Campus.

© Telluride Architektur | Bild: B&TB
© Telluride Architektur | Bild: B&TB
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