• Wettbewerb

Psychotraumazentrum Bundeswehrkrankenhaus

© Telluride Architektur
© Telluride Architektur
  • Auftraggeber: Staatliches Hochbauamt Ulm
  • Ort: Berlin
  • Markt: Gesundheit
  • Leistung: Architektur

Für das Bundeswehrkrankenhaus Berlin wurde ein Wettbewerb ausgelobt, der den Neubau des Psychotraumazentrums (PTZ) und des Unterkunftsgebäudes (UKZ) umfasste.

Unser Entwurf orientiert sich am identitätsstiftenden Ursprung des Geländes. Auf diesem Fundament verfolgen wir ein ganzheitliches Konzept, das sowohl ökologische und ökonomische als auch soziale Faktoren einbezieht.

„Architektur, die den Heilungsprozess fördert“

Wir gliedern die kompakten Neubauten des PTZ und des UKZ in ihrer Proportion und Materialität in den Bestand ein. Das PTZ komplementiert das Ensemble in der bestehenden Achse, während sich das UKZ aus dieser herausdreht und als Bindeglied zum Klinikpark dient. Durch die geschickte Positionierung des UKZ entsteht im hinteren Bereich ein Rückzugsort zur Freizeitgestaltung.

Den Dachflächen und Innenhöfen der Gebäude kommt eine ökologische sowie soziale Bedeutung zu. Auf dem PTZ entsteht ein regionaler und biodiverser Dachgarten, der für die Patient:innen zugänglich ist. Das UKZ-Dach wird für die Photovoltaikanlage genutzt.

Der PTZ-Innenhof ist als offener Therapieort im Stil eines Zen-Gartens gestaltet. Der Innenhof des UKZ ist dagegen geschlossen, was den Transmissionswärmeverluste stark reduziert. Verschattung und Bepflanzung machen den Hof zu einer kühlen Oase, die Frischluftschneise und sozialer Treffpunkt zugleich ist.

Das PTZ erhält Holzverbunddecken und robuste Ziegelwände, die den Bewohner:innen Sicherheit vermitteln. Für die Fertigung des UKZ wurden Holzelementen mit hohem Vorfertigungsgrad gewählt. Die Holzkonstruktion wird dabei bis in die Fassade geführt und macht den nachhaltigen Leitgedanken nach außen sichtbar.

Unser Entwurf stellt eine erhebliche Reduzierung der Umwelt- und Klimaauswirkungen und des Energieverbrauchs über den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung über den Betrieb und die Nutzung sowie den Abbruch und die End-Of-Life Szenarien dar. Die Gebäude werden eine bundesweite Vorbildfunktion einnehmen und folgen schon jetzt den ambitionierten Zielen der Netto-Null-Emissionen der Agenda 2045.