CIPHOR Berlin
Ein Blick in die Zukunft: Wer künftig mit dem Zug oder auf der zentralen S-Bahn-Strecke durch die Berliner City West fährt, wird an einem Punkt unweigerlich hängen bleiben. Zwischen den Bewegungen der Stadt öffnet sich der Blick auf einen neuen Forschungsbaustein der TU Berlin – den Neubau für Physik/CIPHOR. Telluride Architektur hat den Zuschlag für dieses Projekt erhalten. Auftraggebende ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
Zukünftig beherbergt das Gebäude ein interdisziplinäres Forschungszentrum zur Entwicklung und Integration hochkomplexer quantenphotonischer Schaltkreise, das Forschung, Lehre, Verbundprojekte und Technologietransfer im Bereich der integrierten Quantenphotonik unter einem Dach vereint.
Unser Entwurf baut auf einem Masterplan mit vorgegebener Struktur auf. Der Baukörper nimmt eine markante Position am Knotenpunkt der Haupterschließungen ein und stärkt damit das Zentrum des Campusteils Hertzallee Nord. Entlang der Westseite begleitet eine grüne Promenade das Gebäude, ausgestattet mit klimaangepasster Vegetation, Aufenthaltsbereichen und Rückzugsorten. Am Haupteingang des Neubaus löst sich das grün gestaltet Band auf und öffnet sich zu einem bewegten und repräsentativen Ankunftsplatz mit Wasserspiel.
Hinter der Fassade des Gebäudes verbirgt sich ein hochtechnisiertes Gebäude mit fünf Geschossen. Es umfasst rund 4.500 m² Nutzfläche und formt einen effizient organisierten Laborkern, der alle technischen Anforderungen bündelt und die inneren Abläufe auf kurzen Wegen organisiert. Im Inneren sichert das Tragwerk mit seinem klaren Raster eine wirtschaftliche und flexible Umsetzung; stützenfreie Bereiche im Reinraumgeschoss werden durch gezielte Tragwerksoptimierungen ermöglicht. Die technischen Ebenen, einschließlich Photovoltaikflächen und Dachanlagen, sind systematisch in das Gesamtgefüge integriert und unterstützen die energetische Performance des Gebäudes. Für den Neubau ist eine BNB-Zertifizierung „Silber“ vorgesehen.
Die Jury lobt die herausragende Anpassungsfähigkeit des Konzepts an wechselnde Nutzungsanforderungen, ein entscheidender Faktor für Forschungsgebäude. Besonders überzeugen Lebenszyklus und Effizienz. Es entsteht ein Forschungsbau, der flexible Funktionalität, nachhaltige Struktur und eine intelligente Einbindung in den Campus zu einem stimmigen Gesamtensemble vereint.
Pressemeldung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen